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Mein erster Lötkolben war ein einfacher "Bratstab" aus dem Baumarkt und hielt dementsprechend auch nicht lange. Mein zweiter Lötkolben war einfach temperaturgeregelt und hielt wirklich schon um einiges länger. Derzeit nutze ich eine kleine Lötstation mit Digitalanzeige für knapp 40 Euro von reichelt. Sie ist erheblich schneller auf Temperatur als die vorherigen Geräte und ein Ersatzkolben ist schon für unter 8 Euro zu haben. Bevor ich angefangen habe, Platinen selber zu machen, habe ich SMD-Bauteile auf Streifenrasterplatinen verwendet und sie zwischen zwei Leiterbahnen gelötet.  Ohne geeigneten Lötkolben wird das Löten manchmal zum Braten - besonders bei filigraneren Lötstellen
Mittlerweile mache ich viel lieber SMD-Platinen. Die Erstellung einer Platine ist zwar zeitaufwändig, dafür gestaltet sich das Löten und verdrahten erheblich einfacher und das Ergebnis sieht einfach wesentlich professioneller aus. Ferner kann man in SMD erheblich kleiner bauen und einige Bauteile sind nur in SMD zu bekommen bzw. günstiger als ihre Gegenstücke in herkömmlicher Bauart.  Größenvergleich: 3mm LED - SMD LED - 5mm LED
Probleme kann es aber bei der Bestückung und beim Löten einer Platine geben. Fällt mir ein 0604-Bauteil auf den Boden such ich mittlerweile nicht mehr danach ;-) Was mir anfänglich auch fast unmöglisch erschien, war das Löten von SMD-Bauteilen mit vielen kleinen, nah beieinanderliegenden Beinchen. Hier mal ein Atmega128 in Nahaufnahme: 
Aber ... alles ist Übungssache :-) Mittlerweile ist es auch kein Problem mehr, einen Atmega128 auszulöten und in einer anderen Schaltung weiter zu verwendet. Hierfür nutze ich einen Heissluftfön :-) Platinen in SMD-Bauweise haben zahlreiche Vorteile und nur wenige Nachteile. + sie sind kleiner + sie sind leichter + oftmals sind die Bauteile in SMD günstiger - Schaltungsänderungen sind nur schwer im Nachhinein durchführbar - Platinen müssen selbst erstellt/geätzt werden. Ob es ein Nachteil ist, das Platinen extra angefertigt werden müssen, sein jedem selbst überlassen. Ich habe es als Nachteil einsortiert, weil es zusätzlicher Aufwand ist. Gefühlsmäßig ist es für mich kein Nachteil, da es auch Spaß macht :) 
 Die Master-Platine in Normal- und SMD-Bauweise. Die SMD-Platinen wiegt ca. 45% ihres herkömmlichen Gegenstücks.
Recht schnell kommt man beim Bau eines Roboters in die "Kraft und Gewicht"-Zwickmühle. Wenn man nicht aufpasst, wird der Roboter zu schwer. Dadurch braucht man stärkere Antriebe und größere Akkus. Das macht den Roboter wieder schwerer und man benötigt noch stärkere Motoren mit noch größerem Stromverbrauch und noch größere Akkus ... Marvin wiegt ca. 3,5Kg und das ist mindestens 1Kg zuviel. Um nun das Gewicht zu reduzieren, arbeite ich an feinerer Mechanik, besonders an den Beinen und an sehr leichter Elektronik. Hier ein weiteres Beispiel, wie effektiv der Neubau der Module in SMD ist:  Das ältere Modul unten wiegt 35,7g. Das Obere in SMD-Technik wiegt grade mal 13,2g.
Es mag zwar nur eine Ersparnis von 22g sein, aber gerechnet auf die komplette Elektronik, die mit mehr als 600g nicht grade leicht ist, macht es sich schon deutlich bemerkbar, wenn mehr als 300g gespart werden können.
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